Berlin/Rostock, 20. März 2025 (geno) Der Klassenkampf auf dem Lande verschärfte sich in der DDR im Frühling 1960. Massenhaft verließen Bauern ihre Höfe und flüchteten westwärts. So fielen innerhalb von drei Monaten 2,5 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche an die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Fast so viel wie in den sieben Monaten zuvor. Anfang März 1960 – also vor 65 Jahren – folgte die letzte Phase der Kollektivierung der DDR-Landwirtschaft.
Während des sogenannten „sozialistischen Frühlings auf dem Lande“ wuchs die Zahl der LPG-Mitglieder innerhalb weniger Wochen um rund eine halbe Million. Seit dem Sommer 1952 sind knapp 20.000 LPG gegründet worden. In nur acht Jahren waren aus einer Million Bauern und Landarbeitern Genossenschaftsmitglieder geworden. Im April 1960 stellte der damalige Erste Sekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht, in der Volkskammer fest: Es waren viele Bauern, die kaum überein beschlossen ohne Zaudern, Genossenschaft zu sein. Es habe der „Sieg der Genossenschaftsbewegung“ stattgefunden. ++ (kl/mgn/20.03.25 – 046)
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